Willkomen beim West-östlichen Diwan
 
west-östlicher diwan e.V.
Giesebrechtstraße 3 • D-10629 Berlin
Tel: +49 (0)30-20 61 99 81 • Fax: +49 (0)30-20 61 99 82 • Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Due to constructions our phone numbers are temporarily not available. In urgent matters please call +49 (0)178-835 31 32 or send us an email.
  

west-östlicher diwan, 2002 als deutsch-arabische Kulturorganisation in Berlin gegründet, unterstützt und fördert den Dialog zwischen Autoren und Intellektuellen, Übersetzern, Musikern und Performern aus Europa und der arabischen Welt, durch öffentliche Veranstaltungen, Konferenzen, Publikationen und Festivals. Parallel dazu unterhält der Verein ein Literaturhaus in Bagdad.

 

 

Die Idee zur Gründung des  Kulturverein west-östlicher diwan entstand bei einem arabisch-deutschen Schriftstellertreffen 2000 im Jemen. Die irakische Dichterin Amal al-Jubouri hatte Günter Grass, Hans Magnus Enzensberger und andere überzeugt, dass gerade jetzt ein intellektueller und emotionaler Dialog mit arabischen Kollegen dringend notwendig sei. Sie gründete parallel in Bagdad und in Berlin dieses Kulturforum als Brücke zwischen den Welten, die auf der einen Seite unter Hass und Zerstörung leiden und auf der andern in Gleichgültigkeit über die Schicksale in der nächsten Nachbarkultur versinken. Der schrecklichen Tragödie des Irak zum Trotz ruft Amal al-Jubouri mit der Wiedereröffnung des „Diwans“ in Berlin und bei seinem Fortbestand in Bagdad dazu auf, Literatur und Kunst als große Einheit im Geiste beider Seiten zu erkennen.

Ein kleiner Kreis von internationalen Kulturschaffenden, welche die Kultur der arabischen Länder lieben, unterstützt das Programm des „Diwans“ und bietet einem allgemeinen Publikum in regelmäßiger Folge Veranstaltungen und Informationen. Alle Seiten, Araber, Deutsche und die Nachdenklichen aller Länder finden Anregungen aus sonst kaum erreichbaren Quellen und ungewöhnliche Gelegenheiten zur Begegnung mit Akteuren, die den Mut und die Verantwortung fühlen, sich gegen das drohende Auseinanderfallen der geistigen Welt zu wehren.

Wir wollen Zeichen setzen gegen Unterdrückungen aller Art, die Mutigen in ihren Visionen und Hoffnungen hören und unterstützen sowie Beschneidungen der Freiheit anprangern. Erinnerungen an große Werke der Vergangenheit sollen neben Ermunterungen für junge Künstler stehen, die Diskussionen werden Informationen und Kritiken austauschen und die gegenseitige Anerkennung fördern.

 

Dafür werden ab Januar 2008 in den Räumen des Vereins monatlich zwei feste Termine stattfinden: jeden 1. Dienstag im Monat werden Schriftsteller Lesungen veranstalten oder Wissenschaftler und andere Experten interessante Entwicklungen vorstellen und diskutieren – stets mit Übersetzungen und wann immer möglich im Dialog – und jeden 3. Dienstag werden Spielfilme oder Dokumentarfilme aus der arabischen Welt vorgestellt. In Ausstellungen sind Werke von Künstlern in Ost und West zu sehen, die das ost-westliche Ambiente unterstreichen. Zur Atmosphäre der dichterischen Stimmungen gehören Getränke, die eine Bar feilbietet und bei besonderen Anlässen auch kulinarische Angebote.

Amal al-Jubouri träumt schließlich von einem Zug der Kulturen, dessen Waggons die Informationen der neuen Netz-Kommunikation kritisch prüfen, Dokumentarfilme zu positiven und negativen Ereignissen vorführen, Dialoge zu Aufklärung und Inquisition kontrastieren, die Absichten der Wissenschaften durchleuchten und die Achtung der schwächsten Minderheiten fordern. Auch wenn die Räume des „Diwans“ von der Gründerin großzügig gesponsert sind und die Veranstaltungen bei freiem Eintritt stattfinden sollen, ist die Idee auf die Dynamik und das Engagement der Freunde arabischer Kultur, die in Berlin leben oder hier einige Zeit zu tun haben, angewiesen. Ihnen will der Verein „West-östlicher Diwan“ ein Forum bieten. Jegliche Beteiligung und Unterstützung wird den Traum der Realisierung einen Schritt näher bringen.

 


 
Diwan in Berlin

Deutsch-Irakischer Kulturdialog in Berlin

 

Die Wiedereröffnung des west-östlichen diwan e.V. in der Kulturbrauerei in Berlin Mitte 2007 kommt zeitgleich mit der Wiedereröffnung des west-östlichen diwan e.V. in der Haifa-Straße in Bagdad – mitsamt seinem Gast, dem Dialogpunkt Deutsch des Goethe-Instituts –, um den Intellektuellen und Akademikern der Stadt einen Versammlungsort zu bieten.

Der west-östliche diwan e.V. stellt sich der Herausforderung, sich aktiv an der Beendigung des Tötens, der Zerstörung und der Massenmorde zu beteiligen, indem er den Dialog und die vielfältigen kulturellen Aktivitäten wiederbelebt. Aus seinen Initiativen entstammt auch die erste Kulturlobby des Irak, die den Frieden wieder herstellen und die kulturelle Einheit des Irak bewahren will. Diese Lobby stellt sich dem Extremismus und der Kultur der Gewalt entgegen und vermittelt – beginnend in Deutschland – auch den entferntesten Orten dieser Erde das Leid des Holocausts im Irak.

Die Iraker wollen die Brücke zwischen Berlin und Bagdad wiederaufbauen, jedoch nicht mit politischen sondern kulturellen Attributen. Die Achse dessen bildet der offene Dialog bei den Eröffnungsfeierlichkeiten mit der Vorsitzenden des west-östlichen diwan e.V. in Berlin und Bagdad, der irakischen Dichterin Amal al-Jubouri, die aus dem Irak mit einer Botschaft der dortigen Intellektuellen nach Deutschland zurückgekommen ist.

Der Dialog der beiden Länder wird bei dieser Veranstaltung durch Gedichte und Farben dargestellt – in der gemeinsamen Präsentation des bekannten irakischen Malers Ali Taleb und der innovativen deutschen Künstlerin Zora Volantes, sowie der Lesung des irakischen Dichters Nasif al-Nasiry, der seit den 1980er Jahren als eine der wichtigsten Stimmen des Irak im Bereich der Prosa-Dichtung gilt. Die scharfzüngigen Gedichte des in Schweden lebenden Lyrikers sind in literarischen und publizistischen irakischen und arabischen Kreise höchst gefürchtet.

Außerdem wird der selbst produzierte Video-Clip Master of the White House, eine Aufzeichnung über das Leid der Iraker nach vier Jahren der US-Besatzung, gezeigt .

 

Diwan in Berlin

 Eröffnungsfeier des west-östlichen diwan e.V. in Berlin 2007

 

Im Bild von Links nach rechts: Mitglied des Vorstands und Leiter des islamischen Museums Prof. Claus-Peter Haase, der äyptische Botschafter in Berlin, Mohamed Orabi, die Vereinspräsidentin Amal Al Joburi und Herr Adel Al Sheikhli, Hauptsponsor des west-östlichen diwan e.V. in Berlin und Bagdad


 
Diwan in Bagdad

Die Gründung der arabischen Sektion 2004

 

 

Es war ein naheliegender Gedanke, in Bagdad eine arabische Sektion des Vereins west-östlicher diwan e.V.  zu gründen, als der Krieg neue Bedingungen geschaffen hatte und die irakischen Intellektuellen forderten, als Teil der Welt wahrgenommen zu werden.

Nach dem Fall des Regimes von Saddam Hussein besuchte Amal Al-Jubouri, die erste Vorsitzende des Vereins, Bagdad. Sie ließ zwei historische Gebäude in der Haifa Street vor Plünderern und Dieben schützen, die zuvor das gesamte Inventar dieser Gebäude geraubt und zerstört hatten, und veranlasste Arbeiten zur Instandsetzung und Renovierung der Gebäude. Unterstützt wurde sie dabei vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und der Stadtverwaltung Bagdad.

Die beiden Häuser, in der Tradition der so genannten Bagdader Architektur erbaut, welche Modernität mit Folklore und lokalen Bautraditionen verknüpft, dienen heute als Sitz der arabischen Sektion des Vereins.

 

Diwan Bagdad
 
Der west-östliche diwan e.V. in Bagdad


 
 
No